Methoden zum Abpausen

Folgend (siehe weiter unten) möchte ich eine einfache aber geniale Methode vorstellen, die ich selbst noch nicht kannte und mit der sich gute Ergebnisse erzielen lassen.

 

Voran sollen aber die gängigen Methoden auch kurz vorgestellt sein:

 

Pauspapier (Kohlepapier) verwenden

Pauspapier ist eine sehr gute Möglichkeit, um die Linien und Formen einer Zeichnung auf ein Blatt Papier zu übertragen. Wer Pauspapier zur Hand hat, wird damit sicher zu seinem Ziel kommen.

 

Linien nachfahren (Licht)

Wenn die Linien, die abgepaust werden sollen, stark genug sind, funktioniert diese Methode manchmal ebenfalls recht gut. Man legt ein weißes Blatt Papier auf die zu kopierende Zeichnung und fährt die durchscheinenden Linien einfach mit einem Bleistift nach. Meistens scheinen aber nicht alle Linien (vor allem die feinen) so stark durch das Papier, dass sie abgezeichnet werden können.

Es gibt für diesen Zweck spezielle Leuchtkästen zum Abpausen, aber die meisten werden wohl keinen zur Hand haben. Wer keinen zur Verfügung hat, kann sich bei Sonnenschein an einem Fenster versuchen. Es ist zwar etwas umständlich, aber für kleine Zeichnungen funktioniert dies meinstens sogar recht gut.

 

Mit der folgende Methode lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen und in den meisten Fällen kann diese ohne große Vorbereitung durchgeführt werden.

 

Abpausen mit Butterbrotpapier oder Transparentpapier in Kombination mit Graphit

Mit Transparentpapier lassen sich alle Linien der vorhandenen Zeichnung super nachzeichnen. Eigenlich muss nur darauf geachtet werden, dass das Transparentpapier nicht verruscht. Dem Verrutschen kann man aber leicht entgegenwirken, indem man das Transparentpapier einfach mit Klebestreifen fixiert.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht: Wie bringe ich denn anschließend meine Zeichnung auf weißes Papier? Eine berechtigte Frage! Hier kommt nun der Clou: Wir machen uns ein Kohlepapier mit einem weichen Bleistift einfach selbst ;-)

  • Bemalt die Rückseite des Transparentpapiers vollständig mit Graphit. Dies gelingt am schnellsten, wenn ihr einen weichen und gespitzten Bleistift sehr schräg haltet und die Rückseite des Papiers damit schraffiert. Wichtig ,ist, dass ihr keine zu übertragende Stelle dabei auslasst und die Schicht schön dick auftragt.
  • Im zweiten und letzten Schritt legt ihr das Transparentpapier einfach auf das Zeichenpapier und fahrt die Formen mit einem Bleistift nach. Die Formen übertragen sich durch das aufgetragene Graphit so sehr schön auf das Papier. In den meisten Fällen sind alle Linien sehr gut übertragen und müssen nur einmal nachgefahren werden.
Tipp
Tipp für die Herstellung Der Schritt mit dem Transparentpapier kann sogar gespart werden, wenn die Möglichkeit besteht, die zu kopierende Zeichnung vorher mit einem Kopierer zu kopieren, oder sie zu scannen oder zu fotografieren und anschließend über einen PC auszudrucken. Wenn dies möglich ist, würde ich das empfehlen, denn es erspart doppeltes Zeichnen und geht bei komplexeren Figuren schneller. Das kann/muss aber jeder natürlich für sich im Einzelfall selbst entscheiden.

 

Beispiel anhand eines einfachen Marienkäfers:

 

Marienkäfer
  • Marienkäfer einscannen oder fotografieren und über einen PC ausdrucken.
Schraffieren
  • Die Rückseite mit einem weichen Bleistift schraffieren. Es sollen keine Leerstellen in der Schraffur sein. Am besten ist es, horizontal und vertikal zu schraffieren.
Abpausen Ergebnis
  • Vorlage auf Zeichenpapier legen und fixieren.
  • Mit einem Bleistift die Kontur nachfahren.
  • Tata, auf dem Bild seht ihr den abgepausten Marienkäfer, bereit zur Weiterbearbeitung ;-)

Kommentare (0)

    Kommentar schreiben

    You must have Javascript enabled to use this form.